Was ist ein „Alarmed-Carrier PDS“? Häufig gestellte Fragen zu ShortPDS
CNSSI Nr. 7003 befasst sich mit Schutzverteilungssystemen, die zum Schutz unverschlüsselter Informationen zur nationalen Sicherheit eingesetzt werden, während diese Bereiche mit niedrigerer Einstufung oder weniger strenger Kontrolle durchlaufen. Für ein anwendbares PDS der Kategorie 2 ist ein mit einem Alarmsystem ausgestatteter Träger eine zulässige Schutzmethode, wenn eine routinemäßige Sichtprüfung nicht durchführbar ist. ShortPDS sieht eine kontinuierliche elektronische Manipulationsüberwachung für kurze Punkt-zu-Punkt-Leitungen, Rohre, Kabelkanäle und Kabelrinnen vor. Die vollständige PDS-Auslegung unterliegt weiterhin der Prüfung und Genehmigung durch den zuständigen Genehmigungsbeamten und die zuständige Sicherheitsbehörde.
Was ist ein Alarmed-Carrier-PDS?
Es ist ein Protective Distribution System, bei dem eine zugelassene Alarmanlage den Träger oder den Raum um ihn herum fortlaufend auf Eindringversuche überwacht. Beim ShortPDS wird ein Kupfer-Sensorkabel außen am Träger verlegt oder durch ihn hindurchgezogen, sodass mechanische Aktivität durch Bohren, Schneiden, Anheben oder andere Manipulationen einen Alarm auslösen kann.
Erkennt CNSSI Nr. 7003 alarmüberwachte Träger an?
Ja. CNSSI Nr. 7003 führt den alarmüberwachten Träger als eines der verfügbaren Trägerverfahren der Kategorie 2 auf. Die Alarmanlage muss Eindringversuche erkennen, Störungen melden, manipulationssicher sein, an eine ständig besetzte Stelle aufschalten und die geforderte Sicherheitsreaktion unterstützen.
ShortPDS ist eine Komponente, die eine solche Auslegung unterstützen kann. Konformität und Zulassung beziehen sich auf die gesamte Installation, nicht auf den Sensor allein. Für Zulassung, Zertifizierung und Rezertifizierung des PDS ist der Authorizing Official der jeweiligen Behörde verantwortlich.
Entfallen mit einem alarmüberwachten Träger die täglichen Sichtkontrollen?
Für einen zugelassenen alarmüberwachten Träger verlangt CNSSI Nr. 7003 nicht den für nicht alarmüberwachte Träger vorgesehenen Turnus regelmäßiger Sichtkontrollen. Damit entfallen jedoch nicht alle Prüf-, Test- und Betriebsanforderungen. Jede Alarmzone ist in dem Intervall funktional zu prüfen, das der Einstufung der übertragenen Informationen entspricht: monatlich bei Confidential, wöchentlich bei Secret und täglich bei Top Secret oder Sensitive Compartmented Information, sofern die zuständige Stelle keine abweichenden oder zusätzlichen Anforderungen stellt.
Die zugelassene Betriebsanweisung muss außerdem Alarmreaktion, Untersuchung, Instandhaltung, Abschaltung der Übertragung und Störungsmeldung regeln.
Wo wird ShortPDS typischerweise eingesetzt?
Typische Anwendungen sind kurze Strecken zwischen Sicherheitsräumen, von einem SCIF oder einem anderen Controlled Access Area zu einem IT- oder Telekommunikationsraum, durch Flure mit kontrolliertem oder eingeschränktem Zutritt, oberhalb zugänglicher Decken sowie zwischen zugelassenen Bereichen desselben Objekts. Streckenführung und die Zutrittsverhältnisse im Umfeld müssen der zugelassenen PDS-Auslegung entsprechen.
Welche Aktivitäten kann ShortPDS erkennen?
ShortPDS ist darauf ausgelegt, Schwingungsmuster zu erkennen, die mit Versuchen einhergehen, das geschützte Leerrohr, Rohr, den Kanal oder die Kabeltrasse zu durchbohren, aufzuschneiden, anzuheben, zu öffnen oder anderweitig zu durchdringen. Die Erkennungsleistung hängt von der mechanischen Ankopplung, der Montage, der Konfiguration und den Abnahmeprüfungen am tatsächlichen Träger ab.
Wie viel kann ein ShortPDS-Prozessor überwachen?
Ein Prozessor kann bis zu vier unabhängige Leerrohre oder Zonen mit je bis zu 300 m (1.000 ft) Kupfer-Sensorkabel überwachen. Die maximale Gesamtsensorlänge beträgt 1.200 m (4.000 ft). Jede Zone verfügt über getrennte Ausgänge für Einbruch- und Leitungsüberwachung, sodass das empfangende System erkennen kann, welche Strecke das Ereignis ausgelöst hat.
Wie reduziert ShortPDS Störalarme?
Das System kombiniert Schwingungsfrequenzanalyse, automatische Live-Kalibrierung und unabhängig einstellbare Empfindlichkeit. Der Prozessor bietet 22 Empfindlichkeitsstufen je Zone am Gerät und bis zu 500 Stufen über die Konfigurationssoftware. Die endgültigen Einstellungen sollten durch Tests mit repräsentativen Manipulationen und normalen Hintergrundbedingungen in jeder Zone bestätigt werden.
Benötigt ShortPDS einen Server, eine Softwarelizenz oder eine Netzwerkverbindung?
Nein. ShortPDS arbeitet als autarkes System und benötigt für den normalen Alarmbetrieb weder Server noch wiederkehrende Softwarelizenz oder Netzwerkverbindung. Für die detaillierte Konfiguration steht ein lokaler USB-C-Anschluss zur Verfügung; optionale RS-485- oder IP-Kommunikation kann vorgesehen werden, wenn das Projekt dies verlangt.
Wie meldet ShortPDS Alarme und Störungen?
Der Vier-Zonen-Prozessor stellt acht potenzialfreie Relais bereit, üblicherweise als getrennte Ausgänge für Einbruch- und Leitungsüberwachung je Zone, dazu eigene Sabotage- und Netzausfallrelais. Die Kontakte sind für 1 A bei 12 V DC ausgelegt. Die Relais lassen sich an eine gängige Alarmzentrale oder an ein VMS-, DVR-, NVR-, Zutrittskontroll- oder SCADA-System mit kompatiblen Alarmeingängen anschließen.
Kann ShortPDS an einem vorhandenen Leerrohr oder einer Kabeltrasse nachgerüstet werden?
Ja, in vielen Projekten. Der Sensor kann außen entlang eines Leerrohrs, Rohrs, Kanals oder einer Kabeltrasse aus Metall oder Kunststoff befestigt oder durch einen geeigneten Träger gezogen werden. Das Nachrüsten eines Sensors macht eine bestehende Strecke jedoch nicht automatisch zu einem zugelassenen PDS. Träger, Verbindungen, Ziehkästen, Abschlüsse, Zutrittskontrollen, Überwachungsort und Reaktionsplan müssen sämtlich anhand der geltenden Anforderungen und der zugelassenen Auslegung geprüft werden.
Berührt oder beeinflusst der Sensor die geschützten Netzwerkkabel?
Nein. Das ShortPDS-Sensorkabel überwacht mechanische Aktivität am Träger und ist nicht elektrisch mit dem geschützten Datenkabel verbunden. Es führt daher keinen Netzwerkverkehr und verändert das Signal auf der geschützten Leitung nicht.
Darf ein unverschlüsseltes PDS ein Uncontrolled Access Area durchqueren?
Nein. CNSSI Nr. 7003 legt fest, dass ein PDS mit unverschlüsselten Informationen der nationalen Sicherheit in einem Uncontrolled Access Area nicht zulässig ist. Für diesen Streckenabschnitt ist eine vom National Manager zugelassene Verschlüsselungslösung erforderlich. Der Authorizing Official und die zuständige Certified TEMPEST Technical Authority sollten frühzeitig in die Planung eingebunden werden.
Was verwende ich, wenn eine Strecke länger als 300 m (1.000 ft) ist?
FiberPDS ist für lange Strecken im Kilometer- oder Meilenbereich ausgelegt. Ein Projekt kann ShortPDS für kurze Abschnitte im Gebäude und FiberPDS für längere Wege einsetzen, sofern die Gesamtauslegung und die Alarmreaktion dokumentiert und zugelassen sind.
Wie plane ich eine ShortPDS-Installation?
Senden Sie RBtec einen Grundriss oder eine Streckenzeichnung mit Anfangs- und Endpunkt, Trägerart, Streckenlänge, Ziehkästen, zugänglichen Abschnitten und dem Standort der Alarmzentrale. RBtec kann Zonen, Sensorlängen und Systemkomponenten empfehlen und Produktunterlagen für die PDS-Zulassungsunterlagen bereitstellen. Für die erforderliche Projektzulassung bleibt der Betreiber des PDS verantwortlich.
Haben Sie noch Fragen?
Wenden Sie sich mit Ihrer Streckenzeichnung und den Trägerdetails unter +1 (301) 760-4016 an RBtec. Unser Team unterstützt Sie bei der Ausarbeitung des ShortPDS-Detektionslayouts und der Stückliste zur Prüfung durch Ihre Sicherheits- und Zulassungsstellen.